Überbrückungshilfe ist nicht nur nützlich, wenn die Geschäfte aufgrund der Corona-Pandemie ins Stocken geraten sind. Auch Ihr Auto kann unter dem Lockdown leiden – und dann Starthilfe benötigen.

Ob wegen Homeoffice, Wintereinbrüchen oder Lockdown: Wenn PKW längere Zeit nicht bewegt werden, drohen Standschäden. Hier erfahren Sie, wie das zu verhindern ist: https://bit.ly/sz_autolockdown

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Selbstregulierung beim Auto: Lohnt sich das?

Ein Unfall ist schnell passiert – und kann schnell teuer werden. Muss er aber nicht.

Wenn reine Blechschäden nur geringe Kosten verursachen, lohnt sich eventuell die Selbstregulierung. Denn so lässt sich die schlechtere Schadenfreiheitsklasse, in die Sie ab dem Folgejahr eingestuft würden, verhindern.

Wann macht eine Selbstregulierung nach einem Autounfall Sinn – und wann nicht?

Ist es sinnvoll, einen KFZ-Schaden selbst zu regulieren? Diese Frage stellt sich häufig beim selbstverschuldeten Unfall mit dem Auto. Denn Selbstregulierung oder ein sogenannter Schadenrückkauf können manchmal günstiger sein als eine schlechtere Einordnung bei den Schadenfreiheitsrabatten.

Klar ist: Sie schließen natürlich eine Versicherung ab, damit diese im Ernstfall bezahlt. Wenn aber der Schaden klein und die Rückstufung in eine andere Schadenfreiheitsklasse teuer ist, dann macht es Sinn zu überlegen, ob Sie den Schaden nicht aus eigener Tasche bezahlen. Pauschal sagen, ab wann es Sinn macht, ist nicht so leicht: Denn das hängt von vielen Faktoren ab. Ist zum Beispiel der Autofahrer sowieso schon in einer sehr guten Schadenfreiheitsklasse, wird die Rückstufung womöglich nur kaum merkbar höhere Kosten bei der Versicherungsprämie bewirken.

Auch weitere Faktoren, wie etwa die Regionalklassen oder die Typklassen bestimmen die generellen Kosten – womit die Ersparnis dann nominell niedriger oder höher ausfallen kann.

Volle Kostentransparenz durch den KFZ-Versicherer

  • Viele Versicherer rechnen die Kosten durch eine Herabstufung bei den Schadenfreiheitsrabatten durch einen Unfall aus.
  • Sofern die Kosten für die Selbstregulierung niedriger sind als die Mehrkosten der Herabstufung auf drei Jahre gerechnet, empfiehlt sich die Selbstregulierung.

Tipp: Rabattschutz macht Überlegungen zur Selbstregulierung meist überflüssig

Bei vielen KFZ-Versicherungen lässt sich der Standardschutz erweitern. Interessant in Sachen Schadenfreiheitsrabatt sind Optionen, die die Herabstufungen bei einem Unfall aussetzen – oder sogar einfach so tun, als wäre kein Schaden eingetreten. Dafür muss der Autofahrer in der Regel lange unfallfrei fahren und bereits eine gute Schadenfreiheitsklasse besitzen.

Der Rabattschutz ist eine optionale Zusatzleistung in der KFZ-Versicherung, die die Rückstufung in eine ungünstigere Schadenfreiheitsklasse verhindert. Von Versicherer zu Versicherer können die zu erfüllenden Bedingungen unterschiedlich ausfallen, normalerweise sind jedoch ein bis drei Schadensfälle pro Kalenderjahr abgedeckt.

Nach einem Schadensfall erfolgt im darauf folgenden Kalenderjahr weder eine Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse noch eine Höherstufung. Bei einem Versicherungswechsel wird der Rabattschutz gegenüber dem Nachversicherer allerdings meist nicht bestätigt.

KFZ-Schaden selbst regulieren: Kein Fall für die Teilkasko

Übrigens: Generell werden bei der KFZ-Versicherung nur die Haftpflichtversicherung und die Vollkasko im Schadensfall zurückgestuft.

Deshalb sollten Sie Schäden in der Teilkasko immer begleichen lassen.